Wie alles entstand…

Die Grundsteine für die späteren Hobbys im Leben werden schon oft in der Kinderzeit gelegt, wenn man mit den Eltern gewissen Freizeitbeschäftigungen nachgeht. Oder der Opa den Enkel in die Geheimnisse von Modelleisenbahn, Drachensteigen oder Hölzer schnitzen einführt. In meiner Kindheit liefen die Dinge etwas anders. Meine Opas kannte ich nicht mehr, da beide ihr Leben im oder kurz nach dem Krieg verloren, und meine Familie war weitestgehend damit beschäftigt, durch harte Arbeit den Familienalltag bestreiten zu können.

Was wir hatten war ein großer Garten, der neben den großzügigen Rasenflächen auch als „urbaner Streuobstgarten“ bezeichnet werden konnte. Dort standen zwei Apfelbäume, drei große Kirschbäume mit Schattenmorellen (die waren immer so lecker und köstlich sauer), ein großer alter Pflaumenbaum, dessen Früchte meist Würmer hatten, mehrere Johannisbeersträucher mit roten und schwarzen Früchten. Außerdem gab es Stachelbeeren, ein Feld mit mehreren Reihen Erdbeeren und einem Bereich für Kohl, Salate und anderes Gemüse, das meine Oma dort anpflanzte und pflegte. Denke ich an die Zeit zurück, so wurde außer ein paar Bananen so gut wie nie Obst gekauft. Gemüse schon. Möglicherweise stammt daher mein Interesse für den eigenen Garten und die Vorliebe für das Stückchen grün im ansonsten oft tristen Grau der Kleinstadt.

Den großen Garten meiner Kindheit gibt es heute nicht mehr. Familienangehörige starben, meine Mutter zog in eine altersgerechte Wohnung. Das Grundstück wurde verkauft und heute steht dort ein großes Mehrparteien-Wohnhaus, wo früher Kirschen, Pflaumen und Johannisbeeren wuchsen.

Doch es ist nicht einmal so sehr die Vorliebe für den Anbau von Gemüse oder Obst im eigenen Garten, die mein Interesse für das eigene Stück Grün nach vielen Jahren wieder „neu erweckte“. Vielmehr hat es mir die Biodiversität und das damit verbundene Schicksal von Insekten und Vögeln angetan. Mit dieser Thematik setze ich mich schon eine ganze Weile auseinander. Und mit der Zeit wuchs die Idee, unseren Garten in ein Bienen- und Vogelfreundliches Idyll zu verwandeln, denn das war in unserem Kleinstadtgarten von rund 200qm keineswegs immer so.

Die Umgestaltung unseres Gartens können wir erst seit 2016 so wirklich verfolgen und umsetzen, denn vorher gehörte uns das Haus nebst Garten nicht. Wir wohnten zuvor in Mietwohnungen óhne große Gartenfläche. Erst nach der Übernahme des Hauses war die Grundlage geschaffen, den Garten nach unseren Ideen und Vorlieben zu gestalten. Und davon möchte ich Euch auf diesem Blog erzählen.

Ich wünsche Euch dabei viel Spaß!

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