Das Herzstück unserer Gartenoase


Ein kleiner Rückblick auf mein bisher größtes Gartenprojekt

Wenn ich hier schon aus der grünen Oase unseres Lebens berichte, dann darf die kleine Entstehungsgeschichte des Herzstücks in unserem Garten (zumindest aus menschlicher Sicht) natürlich nicht fehlen. Das gute Fleckchen ist zwar schon vor ein paar Jahren, im Jahr 2016, entstanden. Doch einen kleinen bebilderten Baubericht möchte ich hier natürlich nicht vorenthalten.

Hier sind bereits die ersten Punktfundamente im Boden eingelassen

Ist-Zustand / Vorbereitung des Untergrunds

Die Fläche direkt vor unserer überdachten Terrasse war noch nie wirklich der Hingucker. Früher war die Fläche bis zum Blumenbeet hin mit Pflasterplatten ausgelegt, was wirklich nicht mehr zeitgemäß war und wenig einladend aussah. Nach dem Abtragen der Gehwegplatten und dem Aufschütten von etwas Gartenerde, brachten wir Rasensamen auf der Fläche aus, doch so richtig wollte er über die Jahre nicht gedeihen. Ein zu hoher Schotteranteil im Boden, überwiegender Schatten und bei starkem Regen eine heftige Staunässe, verhinderten ein gutes Wachstum des Rasens in diesem Bereich des Gartens.

So entstand 2016 der Masterplan für eine rund 29 qm große Holzterrasse, die ich komplett in Eigenleistung umsetzte. Um bei der Bodenvorbereitung möglichst schnell und kostengünstig vorzugehen, entschied ich mich für Punktfundamente aus Beton, die bis zu 60 cm tief ins Erdreich gehen. Der Aushub war reine Handarbeit und wurde mit Spaten, Schaufel und Spitzhacke erledigt. Für die Erd- und Gießarbeiten mit Quickbeton benötigte ich rund eine Woche.

Unkrautvlies auf dem ehemaligen Rasenbereich, Bau der Unterkonstruktion

Richtige Planung der Unterkonstruktion

Nach dem Aushärten der Punktfundamente begann ich am niedrigsten Bereich mit dem Anbringen der Tragebalken. Hier verwendete ich 100×100 mm starke Fichtenbalken. Widerstandsfähigeres Holz wäre hierfür einfach unbezahlbar gewesen. Bereits hier ist entscheidend, ein leichtes Gefälle einzukalkulieren, damit Regenwasser ablaufen kann. In der Querrichtung müssen die Balken Plan und in der Waage ausgerichtet sein. Dies lässt sich über die justierbaren schwarzen Sockel (speziell für den Terrassenbau erhältlich) genau einstellen. Die genaue Ausrichtung ist wichtig, da man Unebenheiten später an der Oberfläche der fertigen Terrasse schnell erkennen würde.

Unterkonstruktion fertigstellen und genauestens ausrichten

Die komplette Unterkonstruktion wurde mit den 100×100 mm Balken, die ich vorab doppelt imprägniert hatte, zunächst fertiggestellt. Auch wenn teilweise das Imprägnieren der Unterkonstruktion infrage gestellt wird, so kann ich nur dazu raten. Spätere Schäden an der tragenden Konstruktion sind sehr ärgerlich und meist nur mit enormen Aufwand auszubessern. Ein Brett auf der Oberfläche lässt sich schnell austauschen. Für den Ersatz eines tragenden Balkens müsste meist ein Großteil der ganzen Terrasse abgerissen werden. Hier sollte man also nicht am falschen Ende sparen. Außerdem sei erwähnt, dass die Verwendung von Distanzstücken, die man für den Terrassenbau erhält, unerlässlich ist. Sonst knarrt und quietscht es später gerne, und außerdem sind Auflageflächen zweier Holzstücke gerne die ersten Angriffspunkte für ungewünschte Witterungseinflüsse.

Bereits fertige Terrasse mit Douglasien-Brettern.

Querlattung und Anbringung der Terrassenplanken

Richtig wichtig wird’s dann bei der Ausrichtung der Querlattung auf den tragenden Balken. Sofern – wie bei unserer Terrasse – das Anstückeln von Planken unerlässlich ist, muss die Querlattung so angebracht werden, dass die Planken an deren Enden verschraubt werden können. Bei zu großem Abstand zum Plankenende federt das Holz sonst zu sehr.

Die Bilder zeigen die bereits fertiggestellte Terrasse. Die Planken wurden vor der Installation übrigens beidseitig mit Terrassenöl imprägniert. Später wird die Terrasse dann nur einmal jährlich (von der Oberseite) mit Terrassenöl nachgestrichen.

Man muss sich also vor dem Anbringen der Planken genaue Gedanken machen, wie diese befestigt werden. Ist die Terrasse kleiner, sodass die Planken durchgängig verlegt werden können, ist dies wesentlich einfacher. Allerdings sollte der maximale Abstand zwischen der Querlattung nicht mehr als 80 cm betragen, da die Terrasse ansonsten beim Begehen zu sehr federt.

Fertiggestellte Holzterrasse, Oberflächenholz Douglasie

Das ganze ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch im Hochsommer wesentlich angenehmer, als auf einer Steinterrasse zu sitzen. Das Holz heizt sich bei weitem nicht so sehr auf und durch den Hohlraum unter der Terrasse hat man immer etwas kühlenden Effekt von unten.

Kassensturz

Diese ca. 29qm große Terrasse hat in kompletter Eigenleistung rund 1500€ gekostet (Stand 2016). Heute wird man aufgrund gestiegener Preise, insbesondere bei Bauholz, tiefer in die Tasche greifen müssen. Die angegeben Werte sind ca-Angaben:

  • Quick-Fertigbeton: ~100€
  • Fußständer: ~120€
  • Schrauben und Installationsmaterial: ~ 250€
  • Balken, Latten und Planken: ~ 850€
  • Holzschutzlasur und Terrassenöl:: ~100€
  • Randsteine und Vlies: ~30€
  • Sonstiges: ~50€

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