Das Interesse für Ornithologie


Mein Interesse für unsere heimische Vogelwelt wurzelt sicherlich in meiner Kindheit. Denn schon als kleiner Bub hatte ich großen Spaß daran, Vögel zu beobachten. Dass dies so gut wie nie in der Natur, sondern fast ausschließlich in Zoos, Ausstellungen und später im eigenen Vogelkäfig stattfand, war sicherlich der Situation geschuldet, dass ich als Kind nur wenig mobil war und kein anderes Familiemitglied mein kleines Hobby teilte.

Aus heutiger Sicht waren die damaligen Möglichkeiten, die ich anwand um meinem Hobby nachzugehen, sicherlich wenig lobenswert. Meinen ersten Wellensittich namens „Hansi“ hielt ich in einem viel zu kleinen Vogelkäfig auf der Fensterbank. Ausflug kannte das arme Tier nicht und auch für einen Artgenossen hat es damals nicht gereicht. Wenn ich an den armen Piepmatz zurückdenke, tut er mir heute noch leid. Viele Jahre saß er in seinem Käfig und hüpfte von einer Stange zur anderen, bis er irgendwann an Altersschwäche verstarb.

Später machte ich es dann schon viel besser. Im elterlichen Garten durfte ich ein Vogelvoliere mit Innen- und Außenbereich bauen. In meiner Jugend konnte ich bereits gut mit Werkzeugen, Holz und Schrauben umgehen und baute eine ansehnliche, mit einer Grundfläche von rund sechs qm große, artgerechte Voliere, in der ich einige Zebrafinken und später auch in deren Gemeinschaft zwei Wellensittiche hielt. Die Zebrafinken bekamen regelmäßig Nachwuchs (was mir bei dem Wellensittichpärchen nicht gelang) und ich bekam beim Verkauf der Jungvögel an unsere Zoohandlung im Ort sogar ein kleines Taschengeld.

Außerdem war ich großer Fan der damals jährlich stattfindenden Vogelausstellungen, die im Schulzentrum Köln-Porz-Zündorf – der Schule die ich damals auch als Schüler besuchte – stattfanden. Dort zeigte man in der für damalige Zeit sehr artgerecht ausgestatteten Großvolieren viele seltene Vogelarten aus allen Ecken der Welt. Mein besonderer Liebling war der Riesentukan, an dessen Käfig ich mich stundenlang hatte aufhalten können.

Riesentukan
(C) Jimmy Dominico, Pixabay.com

Leider konnte ich zu der Ornithea Ausstellung keine aktuellen Informationen mehr finden. Die Ausstellung fand scheinbar im Jahr 2011 zum letzten Mal statt.

Neben der Greifvogel-Auffangstation Gut Leidenhausen in Köln-Porz, die ich des öfteren besuchte und die dort aufgenommenen Greifvögel gerne bestaunte, waren es auch immer wieder die Vogelstationen in Zoos und zoologischen Gärten, die mich besonders fazsinierten.

Heute beschäftige ich mich eher mit den wildlebenden Vögeln, denn ich habe begriffen, dass man fliegende Tiere nicht in viel zu kleinen Käfigen halten sollte. Im Umkehrschluss sollte die heimische Vogelwelt nicht als Fleiflugzoo betrachtet werden. So stellt sich immer wieder die Frage ob Zufütterung von Wildvögeln sinnvoll oder kontraproduktiv ist. Eine Frage. mit der ich mich auch auf diesem Blog auseinandersetzen möchte.

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